Tipps für Gestaltung und Layout barrierefreier PDFs in InDesign

Um in Adobe InDesign möglichst fehlerfrei barrierefreie Dateien nach PDF/UA erstellen zu können, sind schon beim Anlegen und Layouten Vorgaben einzuhalten. Sonst wird ein aufwändiges, manuelles Nachbearbeiten in Adobe Acrobat zusätzlich nötig. Zu den wichtigsten Dingen zählen u. a. das konsequente Anwenden der Absatzvorlagen, Anlegen von Listen für Aufzählungen und Verzicht auf harte Trennungen. Weitere nützliche Tipps erfahren Sie hier …

13 Tipps für ein professionelles barrierefreies layouten in Adobe InDesign

1. Schriften

Alle benötigen Zeichen müssen zur Verfügung stehen (z. B. OpenType). Alte Formate, wie z. B. PostScript oder TrueType, können zu unlösbaren Problemen führen. Vektorisierte Texte (als Pfade)sind  nicht möglich, sondern nur durchsuchbare Texte. Für z. B. Schriftzüge/Wortmarken kann ein Alternativtext eingefügt werden.

2. Inhaltsverzeichnis

Sind über das Menü „Layout“ > „Inhaltsverzeichnis“ automatisch zu generieren. Sollten Texte dort von den Headlines auf den Inhaltsseiten abweichen, werden Nachbearbeitungen nötig.

3. Absatzformate

Sind konsequent einzuhalten, ob für Fließtext, Aufzählungen, Bildunterschriften, Blockquotes etc. und je Headline-Hierarchie eine Absatzvorlage. Nur kurze Namen für deren Beschriftung und Ordner verwenden. Nicht mit einer Zahl oder einem Sonderzeichen beginnen. Auch nicht als Tag wie z. B. „H1“ benennen, sondern zumindest mit einem Zusatz wie „Head1“ oder „H_“. Zudem achten Sie im Reiter „Erweiterte Zeichenformate“ auf die korrekte Sprache wie z. B. „Deutsch: 2006 Rechtschreibreform“.

4. Absatzschaltungen („¶“)

Nach Headlines und einzelnen Absätzen: Also keine zwei oder mehrere „¶-Zeichen“ nacheinander! Vergrößerte Zwischenräume werden in der Absatzformat-Option im Reiter „Einzüge und Abstände“ festgelegt.

5. Zeilenumbrüche

Innerhalb eines Absatzes nur mit den Tasten „Shift/Großstellung“ + Return/Zeilenschaltung“ und ein Leerzeichen nach den letzten Zeichen.

6. Trennungen

Keine „harten Trennungen“ sondern nur alternative Trennungen mit den Tasten „Shift/Großstellung“ + „Command/Befehl“ + „-“

7. Aufzählungen/Bulletpoints

Werden in der Absatzformat-Option im Reiter „Aufzählungszeichen und Nummerierungen“ als Listen angelegt.

8. Web- und E-Mailadressen

Werden im Bedienfeld „Hyperlinks“ mit „http://“ und E-Mailadressen mit „mailto:“-Link formatiert.

9. Tabellen

Werden über das gleichnamige Werkzeug und Bedienfeld erstellt. Aber für Layout-Elemente, die keine mindestens zweispaltige Tabelle mit Tabellenkopf sind, darf das Tabellen-Werkzeug nicht genutzt werden. Headlines in Tabellen werden nicht mit dem Exportwert einer Headline in der Absatzformat-Option formatiert.

10. Fußnoten/Dokument-Endnoten

Müssen automatisch über das Menü „Schrift“ > „Fußnote“ bzw. „Endnote“ eingefügt werden. Sie werden damit ein fester Bestandteil der Textspalte und lassen sich nicht frei platzieren.

11. Text-Verkettungen

Möglichst nicht länger als über ein Kapitel. (Außnahmen wären z. B. Fuß- oder Dokumentendnoten). Wenn Texte über mehrere Textrahmen miteinander verkettet werden, müssen auch alle Überschriften im Textfluss enthalten sein (und sollten nicht in einem separten außenstehenden Rahmen platziert werden).

12. Abkürzungen

Nur möglich, wenn am Anfang erläutert. Sonst werden sie mit einem Alternativtext versehen.

13. Bilder

Bilder dürfen nicht in die Montagefläche laufen, sondern nur maximal bis zum Anschnitt, sonst gibt es später eventuell Fehler bei der PDF Erstellung. Weitere Probleme können Sonderzeichen wie z. B. „/“ in der Dateinamenbennung und das Format „jpeg“ bereiten.

Deutlich effizienteres Erstellen barrierefreier PDFs bei guter Vorbereitung

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, werden Sie merken: Da u. a. bei den Absatzvorlagen bereits so viele Einstellungen festgelegt sind, lässt sich insgesamt deutlich rascher layouten. Der Aufwand für die Reinzeichnung wird damit zugleich reduziert.

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