Trends bei Bildern + Fotos

Neue Trends, Impulse, Stile und Themen in Fotografie und Bildbearbeitung

Social Media bleibt ein bedeutender Motor, wenn es darum geht, Trends in der Fotografie weiterzuentwickeln. Denn die Sozialen Netzwerke ermöglichen das schnelle Verbreiten neuer Impulse, Stile und Themen. Megatrends sind zur Zeit beispielsweise Aktivismus, Gender Shift, Frauenrechte, Diversity, Nachhaltigkeit und Konnektivität. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung oder der Umsetzung individueller Lebenskonzepte spiegelt sich häufig in den Motiven wider – aber auch in der umgekehrten Richtung: dem Entfliehen der Realität in eine Märchen- und Fantasiewelt.

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Auswirkungsfotografie

Die Bildsprache wird insgesamt ehrlicher, offener und überzeugender. Das wird dadurch begünstigt, dass jeder Amateur (also auch fotografische Laien) mit seinem Smartphone zufällig zum entscheidenden Moment an Ort und Stelle sein kann: ob bei Umweltkatastrophen, Demonstrationen, Krawallen oder tragischen Unfällen. Besondere Ereignisse, die früher von Berufsfotografen festgehalten und durch etablierte Medien publiziert wurden, werden jetzt mit dem Smartphone eingefangen und unmittelbar auf Social Media-Kanälen veröffentlicht.

Aktivismus und globale Bewegungen

Der weltweite Aktivismus gegen Umweltzerstörung und negative Auswirkungen des Turbo-Kapitalismus sind aktuell gefragte Bildthemen. Aber auch die Darstellung des gesellschaftlichen Wandels durch Migration, kulturelle Vielfalt sowie Themen wie Gleichberechtigung und Feminismus gewinnen weiter an Bedeutung.

People-Fotografie

In der People-Fotografie sind weiterhin authentische, glaubwürdige Menschen mit Persönlichkeit gefragt, die auch unsere Freunde und Bekannte sein könnten: Eben keine künstlich wirkenden Models und Beauty’s ( „#Nodels“ für „No Models“). Beliebt sind Rebellen und Freaks aller Art (#Hipster): individuelle Typen mit Tattoos, ausgefallenen Frisuren und weiterhin Männer mit Bärten in allen Längen. Weibliche Models dürfen gerne auch älter sein: eigene Charaktere, auch mit Falten oder weiblichen Formen – und kämpferisch für ihre Ziele einstehend. Da kulturelle Vielfalt ein Megatrend ist, tauchen zudem Vertreter vieler (wie nicht eurasischer) Ethnien immer häufiger auf.

Outdoor, Natur und Camping

Outdoor-Motive kommen bei den Betrachtern immer gut an. Das stärker gewordene Bedürfnis urban lebender Menschen, aus der Enge der eigenen Wohnung auszubrechen und das Leben stärker in die Natur zu verlagern, beeinflusst diese Präferenz sicherlich. Deshalb sind gerade auch Bilder von Reisen sehr beliebt, ob in heimische oder weiter entfernte Gegenden, oder auch ans Meer oder in die Berge. Reise-Motive tauchen in den Sozialen Medien überall und oft auf und werden stets gern betrachtet.

Technik, Science-Fiction und Fantasy

Spannende Geschichten, das große, dunkle Unbekannte, utopische Zukunftsvisionen, aber auch der Dualismus von Fabelwesen und dann wieder die Ästhetik der digitalen Welt faszinieren die Betrachter immer wieder.

Beliebte Bildthemen sind hier beispielsweise die Technik im Allgemeinen sowie Roboter, Virtual Reality, Utopia und Tempo im Detail. Das Experimentieren mit neuen Techniken fördert die Entwicklung neuer komplexer Motive.

Science-Fiction-Filme und -Bücher bleiben weiterhin Ideengeber für Träume und Versionen neuer Bildwelten, wie z. B. der unendliche Weltraum, fremde Galaxien und Planeten wie „unsere“ Sonne. Aber auch Astrologisches bleibt gefragt.

Beeinflusst durch Fernsehserien und Computerspiele im Fantasy-Genre gewinnen überdies Fabelwesen und Märchensymbole/-motive an Bedeutung.

Ausdruckslose Fotografie (Deadpan)

Auch die Still-Fotografie wird deutlich beeinflusst durch Trends in Social Media. Denn was wird nicht alles mit dem Smartphone fotografiert, mit Filter-Apps schnell bearbeitet und unmittelbar online gestellt? Mehr oder weniger appetitlich dargebotene Gerichte, Getränke oder nostalgische Gegenstände (z. B. auf Flohmärkten), verwitterte Schilder und Gebäudeteile in der Stadt oder auf dem Land. All diese Motive bebildern mehr oder weniger „unser“ Leben und jeder kann sie mit seinem Smartphone schnell und einfach festhalten sowie online stellen.

Neuer Minimalismus

Bei gegenstandslosen Abbildungen „verflüssigt“ sich der flache, zweidimensionale Look des Minimalismus. Weichgezeichnete Formen sowie Neonkreise mit warmen, lebendigen Farben sind jetzt mehr gefragt. Weitere abstrakte, ungegenständliche Motive sind:

  • Komplexe, geometrische Muster aus der Mathematik (Arabesque) oder Spiritualität (wie Mandalas)
  • Strukturen wie Marmor und Achat
  • Neonkreise
  • Holografisches und eine changierend schimmernde Stofflichkeit

Filter versus Natürlichkeit

Um Motiven eine stärkere Wirkung zu verleihen, bieten zahlreiche Filter-Apps und das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop verlockende und schnell anzuwendende Kunst-, Mal-, Stilisierungs-, Strukturierungs-, Verzerrungs- und Zeichenfilter. Das nutzen besonders viele User auf den Social Media-Kanälen, um damit ihre Motive „aufzupeppen“. Dies gilt jedoch nicht als besonders kreativ. Nun wird deshalb wieder eher das natürliche, unbearbeitete und „ehrliche“ Bild geschätzt.

Effekte wie Glitches, Doppelbelichtungen, Duotonen

Es gibt weder Verbote noch Rezepte, wie sich ein attraktives Bild erzielen lässt. Manchmal sind Experimente hilfreich, und durch Zufall gelingt ein verblüffendes, ungewöhnliches und schönes Ergebnis. Zu den Effekten gehören z. B. Glitches: So wurde das Rauschen beim Analogfernsehen bezeichnet – und jetzt im digitalen Zeitalter die Pixelfehler auf PC- und bei TV-Flachbildschirmen. Der sogenannte „Glitch“ mag uns im Alltag wie ein Fehler und unschön erscheinen, kann jedoch als Bildlook interessant und cool daherkommen.

Auch werden mit Doppelbelichtungen spannende Resultate erzielt. Ein Mittel, das schon früher bei der Fotografie mit Filmen beliebt war.

Der Duplex- oder Duotonen-Effekt ist schon sehr alt und wurde in Zeiten geschätzt, als Vierfarbendruck extrem teuer war, und man mit nur zwei Farben einen starken Ausdruck erzielen konnte.

Coloring

Das kreative Experimentieren mit unterschiedlichen Filtern und Effekten fördert den Trend zu farbenfrohen, gesättigten Motiven. Schlicht und viel Weißraum waren gestern! Satte Farben fördern die ausdrucksstarke Wirkung von Bildern. Nachdem lange eine „neue Leichtigkeit“ mit hellen und gedeckten Tönen, bzw. Vintage-Filtern, gefragt war, sind jetzt wieder kräftige Farben beliebt: ob als monochrome Flächen, gesättigte Bilder – oder in einzigartigen Kontrasten zueinander.

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2018-08-23T12:33:06+00:00